Ortsnetzstationen · Niederspannung
Ihr Netz verändert sich schneller, als Sie es messen.
Wärmepumpen, Wallboxen, Photovoltaik. Jede Anschlussanfrage stellt dieselbe Frage: Hält die Station das aus? Der Trafomonitor beantwortet sie mit Messwerten statt mit Schätzungen — in 48 Stunden, ohne Umbau, ohne Abschaltung.
Zwei Stunden Montage
Aufschnappen, anklemmen, messen.
Kein Umbau, kein Eingriff in den Zähler, keine Abschaltung. Das Gehäuse schnappt auf die vorhandene Hutschiene, die Wandler legen sich um die bestehenden Abgänge. Ihr Monteur ist in einem Vormittag durch — und ab dem Moment liefert die Station Daten.
- Gehäuse132 × 112 × 41 mm, mit Deckel
- MontageHutschienenhalter, 128 mm tief
- AnschlussSpannungspfad und 4 Wandler
So sieht Ihr Niederspannungsnetz wirklich aus. Drei Außenleiter, gemessen an einer echten Station. Die bernsteinfarbene Kurve ist ihre Summe — was im Nullleiter ankommt. Sie müsste flach sein. Sie ist es nicht.
Eine Station, 48 Stunden
Zahlen, die Ihnen ein Zähler nie liefert.
Ein Zähler sagt Ihnen, wie viel Energie geflossen ist. Der Trafomonitor sagt Ihnen, wie es dabei um die Station stand: Auslastung, Schieflast, Spannungsqualität, Reserven. Die Grundlage für jede Aussage über Netzausbau — belastbar, nicht gefühlt.
Was drinsteckt
Gebaut für den Schaltschrank, nicht fürs Labor.
Alles an Bord, nichts dazuzukaufen.
Netzteil, Messtechnik, Funk und Klemmen sitzen auf einer Leiterplatte im geschlossenen Gehäuse. Kein Hutschienennetzteil daneben, kein externes Gateway, kein zweiter Schrankplatz. Auspacken, aufschnappen, anklemmen.
- Leiterplatte120 × 100 × 1,6 mm
- Gehäuse132 × 112 × 41 mm
- DeckelSchnappverschluss, vier Punkte
Misst, was andere überspringen.
Drei Phasen und der Nullleiter, Spannung und Strom, alles im selben Augenblick abgetastet. Nur so stimmen die Phasenwinkel — und nur mit ihnen lassen sich Schieflast und Oberschwingungen überhaupt bestimmen. Der vierte Kanal ist der, den die meisten Geräte weglassen. Er ist der interessanteste.
- Abtastungvier Kanäle gleichzeitig
- KanäleL1 · L2 · L3 · N
- TrennungIsolationsschlitze in der Platine
Anschließen, ohne den Plan zu suchen.
Jede Klemme ist beschriftet: A1 bis A3 und N für die Wandler, V1 bis V3 und GND für den Spannungspfad. Steckbar, im 5,08-mm-Raster, abziehbar zum Vorverdrahten auf der Werkbank. Ihr Monteur braucht dafür keine Einweisung.
- SpannungspfadV1 · V2 · V3 · GND, 7-polig
- StromeingängeA1 · A2 · A3 · N, je 2-polig
- RS4853-polig, rechte Seite
Meldet sich auch aus dem Keller.
Die meisten Ortsnetzstationen haben keinen Netzanschluss. Deshalb steckt eine SIM-Karte im Gerät und eine eigene Antenne in der Gehäusewand — auch hinter Beton und Stahltür. Wo WLAN liegt, nutzt es WLAN. Sie müssen keine Leitung ziehen und keinen Schrank aufbohren.
- MobilfunkLTE Cat 1, SIM-Karte im Gerät
- AntenneSMA-Buchse in der Gehäusewand
- ProtokollMQTT, Thema je Gerät
- AlternativWLAN, zuletzt −30 dBm
Keine Batterie, kein Wartungstermin.
Das Gerät versorgt sich aus dem Netz, das es misst — Weitbereichseingang von 85 bis 305 Volt, unter 10 Watt Aufnahme. Einmal montiert, läuft es. Niemand muss in fünf Jahren wegen einer Zelle noch einmal hinfahren.
- NetzteilWeitbereich, 10 W
- Eingang85 – 305 V AC
- Verbrauchunter 10 W
Passt in jedes Verteilerfeld.
Der Hutschienenhalter ist Teil des Gehäuses — kein Zubehörteil, das fehlt, wenn der Monteur vor Ort steht. Der Deckel rastet werkzeuglos ein, die beiden Taster bleiben von außen erreichbar. Sie brauchen keinen Bohrer und keinen freien Schrankboden.
- HalterHutschiene TS 35, angeformt
- DeckelSchnappverschluss, werkzeuglos
- TasterBOOT und RST, seitlich
Kein Datenlieferant, ein Messgerät
Auch wenn die Verbindung abreißt, misst es weiter.
Alle Kennzahlen entstehen im Gerät, nicht erst auf einem Server. Das macht Sie unabhängig — von der Mobilfunkqualität in der Station, von unserer Verfügbarkeit und von einem Abonnement, das die Messtechnik lahmlegt, wenn es ausläuft.
Antworten statt Rohdaten
Auslastung, 15-Minuten-Bedarf und Spitzenbedarf, Lastfaktor, Schieflast, Neutralstrom-Anteil, Frequenzabweichung, Klirrfaktor. Alles fertig gerechnet — Sie müssen keine Auswertekette bauen, um eine Aussage treffen zu können.
Wächst mit Ihren Anforderungen
Bis zu zwölf Modbus-Sensoren lassen sich anhängen — Stationstemperatur, Türkontakt, was Sie brauchen. Und umgekehrt: Das Gerät kann selbst als Modbus-Slave in ein vorhandenes Leitsystem eingebunden werden.
Nie wieder hinfahren für ein Update
Neue Firmware kommt über die Luft, signiert und vom Gerät vor dem Einspielen geprüft. Startet sie nicht sauber, fällt das Gerät von selbst auf die alte Fassung zurück. Kein Servicetermin, kein Gerät, das nach einem Update tot im Schrank hängt.
Ihre Daten bleiben Ihre Daten
Die Messwerte gehen per MQTT hinaus, im Klartext, ein Thema je Gerät. Ihr Leitsystem kann sie direkt abonnieren — ohne Umweg über uns, ohne Schnittstellenprojekt. Wenn Sie möchten, übernehmen wir Datenbank und Dashboard; müssen ist nicht.
Prüfen, ohne den Laptop aufzuklappen
Das Gerät spannt auf Wunsch ein eigenes WLAN auf. Der Monteur sieht am Telefon sofort, ob die Wandler richtig herum sitzen und plausible Werte kommen. Danach lässt sich der Zugang wieder abschalten.
Einsatzort
In Deutschland stehen über eine halbe Million Ortsnetzstationen. Die allermeisten messen nichts. Sie erfahren von einem Problem, wenn das Telefon klingelt.
129 A auf einem Leiter, der dafür nie ausgelegt wurde.
Nach Lehrbuch heben sich die drei Außenleiterströme im Nullleiter weitgehend auf. Aus der gemessenen Unsymmetrie dieser Station ergeben sich rechnerisch 23,7 A. So viel dürfte dort fließen.
Gemessen wurden im selben Moment 129 A. Die Differenz kommt von Oberschwingungen dreifacher Netzfrequenz — aus Netzteilen, Wechselrichtern, LED-Technik. Sie liegen auf allen drei Phasen gleichphasig und addieren sich im Nullleiter, statt sich aufzuheben.
Und keine Sicherung löst aus. Der Nullleiter ist in vielen Altanlagen schwächer dimensioniert als die Außenleiter, und er ist nicht abgesichert. Was dort dauerhaft fließt, erwärmt Klemmen und Kabel still vor sich hin. Man findet es, wenn man misst — oder wenn es brennt.
Probieren Sie es selbst aus. Der Regler mischt den drei Außenleitern Oberschwingungen bei. Bei 0 % bleibt nur die Unsymmetrie übrig. Schieben Sie ihn auf 39 % — den Klirrfaktor, den diese Station tatsächlich hatte — und die Summe steht exakt auf dem gemessenen Wert.
45 kVA, die niemand bestellt hat
Das Gerät trennt die Scheinleistung auf und weist die Verzerrungsleistung getrennt aus. In diesen 48 Stunden lagen dauerhaft rund 45 kVA an — Leistung, die Ihren Trafo erwärmt und Ihre Reserve auffrisst, ohne dass ein einziger Kunde davon etwas hat.
- THD-I, Maximum188 %
- THD-U, je Phase3,27 · 3,33 · 3,29 %
- Verzerrungsleistung D≈ 45 kVA
- Winkel I(L1) → I(L2)89,0 ° statt 120 °
Ihr Überblick
Alle Stationen auf einem Bildschirm.
Kein Rohdatenexport, kein Auswerteprojekt. Jede Kachel beantwortet eine Frage, die im Betrieb wirklich gestellt wird — hier acht davon aus zwei Tagen an einer einzigen Station.








- Messkanäle
- 3 × Spannung, 4 × Strom
- Messgrößen
- U, I, P, Q, S, D, cos φ, f
- Netzqualität
- THD-U, THD-I, I(harm), Winkel
- Energie
- Bezug und Lieferung, je Phase
- Messprinzip
- vier Kanäle, gleichzeitig abgetastet
- Auswertung
- auf der Baugruppe, ohne Server
- Spannungsklemme
- 7-polig, Raster 5,08 mm
- Stromklemmen
- 4 × 2-polig, Raster 5,08 mm
- Mobilfunk
- LTE Cat 1
- SIM-Karte
- Steckplatz im Gerät
- Antenne
- SMA-Buchse, seitlich
- WLAN
- 2,4 GHz, integriert
- RS485
- Modbus, Master oder Slave
- Externe Sensoren
- bis 12, frei konfigurierbar
- Versorgung
- Weitbereich, 85 – 305 V AC
- Leistungsaufnahme
- unter 10 W
- Leiterplatte
- 120 × 100 × 1,6 mm
- Montage
- Hutschienenhalter, angeformt
- Bedienelemente
- zwei Taster, seitlich zugänglich
- Klemmenbeschriftung
- A1 · A2 · A3 · N / V1 · V2 · V3 · GND
- Gehäuse
- 132 × 112 × 41 mm, mit Deckel
- Temperatur
- Chip-Temperatur des Messchips
- Updates
- signiert, Probelauf mit Rückfall
- Datenprotokoll
- MQTT, Thema je Gerät
- Datenziel
- InfluxDB, Darstellung in Grafana
Unverbindlich anfangen
Suchen Sie sich Ihre kritischste Station aus.
Wir montieren den Trafomonitor, lassen ihn 48 Stunden messen und gehen den Befund mit Ihnen durch. Sie erfahren, wie viel Reserve dort wirklich liegt — und ob etwas läuft, das dort nicht laufen sollte. Findet sich nichts, ist auch das eine Antwort, die Sie vorher nicht hatten.